Tauchurlaub auf Roatan

Urlaub in der Karibik? Weiße Strände, blaugrünes Meer, malerische Sonnenuntergänge? Ein Traum...

Nein, nicht nur ein Traum, denn...

... Ende November haben wir diesen Traum Realität werden lassen. Wir sind 2 Wochen auf Roatan, einer nicht allzu großen Karibikinsel vor Honduras gewesen. Mit einem Zwischenstopp in El Salvador sind wir nach 3-stündigem Flug auf dem Mini-Flughafen von Roatan gelandet. Aber die Einreise mit mehr Sicherheitsvorkehrungen als an größeren Flughäfen - Nehmen aller Fingerabdrücke inklusive. 

27 Grad und ein bewölkter Himmel haben uns empfangen. Während der ersten Tage war es oft bewölkt, zwischendurch mit kleinen Regenschauern. Nachts wurde es nicht kälter als 23-24 Grad. Und dann kam der erste Sturm. Es hat vor allem nachts unvorstellbar heftig gewindet und geregnet, der Boden konnte die Wassermassen nicht aufnehmen und verarbeiten. Morgens stand die Außenanlage des Hotels ca. 15 cm unter Wasser. Durch den Regen waren auch die Straßen überflutet, entwurzelte Bäume versperrten den Weg und auch der Flughafen war zeitweilig gesperrt. Das gleiche Wetter hatten wir auch in unserer zweiten Urlaubswoche. Laut Aussagen von Einheimischen war dies der heftigste Regen der letzten 10 Jahre (yippie, und wir waren dabei).

Aber natürlich hatten wir nicht nur schlechtes Wetter, sondern auch ganz viel Sonne, so dass wir den tatsächlich weißen Sandstrand direkt am Hotel nutzen konnten :-)

Merle und Annette haben in der ersten Woche mit einem Tauchkurs begonnen - zunächst mit ganz viel Theorie, dann den ersten Übungen im Pool. Die nächsten Tauchgänge waren dann in der Karibik. Traumhafte Bedingungen, traumhafte Aussichten auf Schildkröten, Rochen, Lion fishes, Langusten, Moränen usw. Die Beiden waren so fasziniert von der Unterwasserwelt, der Leichtigkeit im Wasser und der Tier- und Pflanzenwelt, dass sie nach Bestehen des Tauchscheins noch weitere Tauchgänge gebucht haben. Und wirklich jedes Mal haben sie Schildkröten gesehen, so ein Glück haben nicht alle Taucher. Die Insel wird angeblich von dem zweitgrößten Riff nach dem Great Barrier Riff in Australien umgeben, daher ein Wahnsinnserlebnis für Taucher.

Am Nikolaustag sind Merle und Annette zum Delfin-Schwimmen gewesen. Auf der Insel gibt es ein Institut, dass sich um die Erhaltung der natürlichen Ressourcen Roatans kümmert. Dieses Institut bietet (für Touristen) ein Delfinschwimmen an. Die 24 Delfine sind in einem abgetrennten Bereich einer Lagune untergebracht, jeder Delfin hat seinen eigenen Trainer. Es gilt das "OpenWater"-Prinzip. Das bedeutet, dass die Delfine zu Zweit auch zwischendurch ins offene Meer schwimmen können. Das nutzen diese gerne und manche sind dann auch schon mal mehrere Stunden unterwegs.

Delfinschwimmen hat in diesem Fall bedeutet, dass die beiden - mit anderen Gästen zusammen - zunächst einen Delfin berühren und aus der Nähe ansehen konnten und anschließend mit den Tieren geschnorchelt sind. Das Wasser war leider aufgewühlt und unklar, so dass sie nicht besonders viel sehen konnten und sich vor allem auch erschreckt haben, wenn sie denn plötzlich mal von so einem 400-500 kg schweren Tier angestubst wurden. Dennoch ein unvergessliches, wenn auch nicht ganz preisgünstiges Erlebnis....

Roatan ist für viele Kreuzfahrtschiffe der Karibik ein ganz beliebtes Anlaufziel. So laufen pro Woche mehrere Kreuzfahrtschiffe die Insel an und die Kreuzfahrer werden massenweise mit Bussen an die Strände "gekarrt" und bevölkern diese dann. Beginnt so gegen 10.00 Uhr und endet nachmittags gegen 16.00 Uhr, wenn alle wieder zurück auf´s Schiff müssen. Für die Einheimischen ein gutes Geschäft, die Kreuzfahrer (meistens Amerikaner) lassen eine Menge Dolares auf der Insel. Das Angebot ist ja auch reichhaltig. Neben den Restaurants der Hotels locken Einheimische mit (oftmals überteuerten) Wassersportmöglichkeiten (z.B. Banana-Boot für unverschämte 25 $ pro Person), Massage-Angeboten, Kokosnuss-Getränken, selbsthergestelltem Schmuck, Bananenbrot und vielem mehr. Einfach spannend, dieses ganze Treiben zu beobachten (und mitunter auch zu belächeln).

Alles in allem waren die 2 Wochen entspannend, trotz des Regens erholend und hilfreich, Kräfte zu sammeln. Schließlich wollten wir ja nach Deutschland in den Schnee und in die Kälte, brrrr. Aber auch in Guatemala war es an einigen der Tage zwischen Honduras und Deutschland mächtig kalt. 14 Grad tagsüber bedeutete die kältesten Tage der letzten 10 Jahre (ups, hatten wir das nicht schon mal?). Aber an den letzten beiden Tagen vor dem Abflug war das Wetter in Guatemala wieder in Ordnung und die Temperaturen lagen bei deutlich über 20 Grad.

Bilder vom Urlaub in Honduras gibt es hier...

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