Mangroven-Tour

Veröffentlicht: Montag, 03. Juli 2017 Drucken E-Mail

So, zurück aus den Ferien in Deutschland, die geprägt waren vom Ausräumen des Hauses (muss ja Ende Juli frei sein, damit die Mieterin einziehen kann) und diversen Abschiedspartys ...

Ließ sich beides gut vereinbaren und unter einen Hut bringen, denn wer gut arbeiten kann, darf um so besser feiern. Und wir haben prima gearbeitet!!!

Nach der Rückkehr Donnerstagabend mussten wir feststellen, dass unser Auto nicht anspringt. Die Batterie hatte sich über die 3 Wochen leergezogen. Zum Glück konnte der Nachbar mit einem Ladegerät aushelfen. so dass wir wenigstens zum Einkaufen fahren konnten. 

Dummerweise war die Batterie am Freitagmorgen wieder leer, und wir wollten gerade nach El Paredon an den Pazifik. Also musste eine neue Batterie her. Aber: Bosch hatte zu, die Autohäuser auch (Tag der Revolution). Doch wir hatten Glück und konnten in einer bis dahin uns unbekannten Zone (7) eine Mini-Werkstatt am Straßenrand auftun, wo wir eine neue Batterie eingebaut bekamen. Und dann ab an den Strand.

Freitag und Samstag waren echt chillig, Nichtstun und noch mehr davon waren angesagt. Immerhin haben wir die auf dem Schulfest der Wesselbachschule gesammelten Spenden für die Schule in El Paredon bei der Choza Chula abgegeben und eine Mangroven-Tour für Sonntag vereinbart.

Und diese Tour war mehr als beeindruckend: Nur Merle, Luna von Choza Chula, der Bootsführer und ich waren auf dem kleinen Kahn, der uns in die weit verzweigten und engen Wasserwege brachte. Teilweise waren die Wege so eng oder bewachsen, dass wir nur mit eingezogenen Köpfen durchfahren konnten (Mangroven-Limbo). Mangroven wachsen dort, wo Salz- und Süßwasser sich mischen, und dort trifft ein Fluss auf den Pazifik. In dieser Wasserwelt leben unzählige Krabben, die von den einheimischen Fischern geschätzt (und gefangen) werden. Immer wieder konnten wir kleinere Krabben beobachten, die an den Wurzeln der Mangroven nach oben krabbelten und vor uns flüchteten. Zwischendurch sahen wir auch einige reiherartige Vögel, die aber extrem scheu waren und schnell wegflogen. An einigen Mangrovenbäumen konnten wir riesige Termitenbauten entdecken. Sehr beeindruckend empfanden wir die Stille, die in diesem Gebiet zu spüren war. Nur das Dahingleiten des Bootes und das Paddeln des Bootsführers durchbrach die Naturgeräusche (Vogelgezwitscher, Wassergeräusche der Fische, Surren der Zikaden). Lästig waren nur die extrem vielen Moskitos. Auch das Einsprühen mit "Anti-Moskito" half nicht unbedingt. Durch das (erst spät eingesprühte) T-Shirt habe ich mehr als 40 Stiche auf dem Rücken abbekommen. Aber was nimmt man für ein kleines Abenteuer nicht so alles in Kauf... O-Ton Merle: "So was sehen wir sonst nur im Fernsehen."

Bilder von der Tour gibt´s hier...

 

 

 

 

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